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May 16 2012
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besen
May 15 2012
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TOTGESAGTE LEBEN LÄNGER
- Eine verspätete laienhafte Pseudoanalyse zum "liberalen Erfolg" in NRW
Was hatten wir für einen schönen Traum. Das gelbe Elend unseres Parteiensystems hatte sich durch diverse Klogriffe selbst zerlegt. Keine 2% in Berlin. Grandios. 8% in Schleswig-Holstein - geschenkt. Herr Kubicki wusste schon, warum er sich von der Bundespolitik seiner Kollegen distanziert.
Die Ergebnisse in NRW ließen uns endgültig aus dem Traum erwachen. Der auferstandene Christian Lindner schaffte nicht nur das anfänglich belächelte Wunder der Verdopplung der Umfragewerte von 2 auf 4%, sondern verdoppelte diese Prognose nochmals auf etwas über 8% im Endergebnis. Herzlichen Glückwunsch.
Auch wenn er sich direkt nach der Wahl hinstellt und predigt, dass Beständigkeit in der politischen Zielsetzung am Ende doch belohnt wird, mit anderen Worten das Ziel egal ist, solange man den Weg nicht ändert, so ist "sein Erfolg" zum Großteil aus anderen Faktoren erwachsen. Wenn man sich die Differenzen zur letzten Wahl ansieht, wird man auch feststellen woher die Samaritermassen kamen, die seine Partei schließlich über die fundamentalen 5% wuchteten.
Der erste Faktor sind die Piraten, die eine erfreuliche "Neuerung" in unserer Parteienlandschaft darstellen. Mir selbst ist die Partei und ihr Potential seit gut 5 Jahren bekannt, aber nicht nur Politikern fehlt bekanntlich das feine Gespür für Veränderungen in der Gesellschaft. Da ist es nicht verwunderlich, dass es eine solche mediale Zerlegung des "Phänomens" gab. Das hatte für die Neulinge Vor- und Nachteile. Der Vorteil war ganz klar die Publicity, die sie zwischenzeitlich auf über 12% in der Wählergunst brachte. Dann setzte allgemeine Ernüchterung ein und einigen war es peinlich, dass ihre Meinungsäußerung als blankes Protestverhalten gezählt wurde und wechselten zur vertrauten, altliberalen Tante zurück. Ich möchte auch nicht ausschließen, dass es purer Protest war und sie glaubten ihrer Partei jetzt genug Angst gemacht zu haben - was auch immer der Zweck hinter so einer kurzfristigen Aktion sein mag.
Auf jeden Fall war das der erste Höhepunkt in der Entwicklung der Piraten. Es war abzusehen, dass sie sich vorerst nicht auf Augenhöhe mit den Grünen bewegen können würden. Das bedingt sich auch durch viel zu sehr breit getretene "Naziprobleme" die in allen Parteien (außer wahrscheinlich der Linken) vorhanden sind, aber nicht weiter auffallen und weil Wiederholtes irgendwann als wahr empfunden wird, griff auch die halbgare Argumentation um ein angeblich nicht vorhandes Programm.
Der zweite Faktor ist der liebste Koalitionspartner der FDP. Insbesondere ist hier der amtierende Umweltminister zu erwähnen, der kein Fettnäpfchen ausließ. Weder die Frage nach seinem Verbleib nach der Wahl, noch die unsägliche Idee, die NRW-Wahl könnte Modell für Europapolitik sein.
Ob wir es wollen oder nicht, offenbar besteht bei einigen Leuten der Wunsch der FDP eine weitere Chance zu geben und deswegen werden wir sie wohl noch eine Weile durchfüttern müssen. Die individuellen Gründe seien dahin gestellt.
Nichts desto trotz seid ihr natürlich alle eingeladen mir bei der nächsten Gelegenheit das Gegenteil zu beweisen, denn wenn diese Partei bei der nächsten Bundestagswahl die 5%-Hürde nicht nimmt, mache ich ein Fass auf. Wetteinsätze nehme ich bereits an.
- besen
Was hatten wir für einen schönen Traum. Das gelbe Elend unseres Parteiensystems hatte sich durch diverse Klogriffe selbst zerlegt. Keine 2% in Berlin. Grandios. 8% in Schleswig-Holstein - geschenkt. Herr Kubicki wusste schon, warum er sich von der Bundespolitik seiner Kollegen distanziert.
Die Ergebnisse in NRW ließen uns endgültig aus dem Traum erwachen. Der auferstandene Christian Lindner schaffte nicht nur das anfänglich belächelte Wunder der Verdopplung der Umfragewerte von 2 auf 4%, sondern verdoppelte diese Prognose nochmals auf etwas über 8% im Endergebnis. Herzlichen Glückwunsch.
Auch wenn er sich direkt nach der Wahl hinstellt und predigt, dass Beständigkeit in der politischen Zielsetzung am Ende doch belohnt wird, mit anderen Worten das Ziel egal ist, solange man den Weg nicht ändert, so ist "sein Erfolg" zum Großteil aus anderen Faktoren erwachsen. Wenn man sich die Differenzen zur letzten Wahl ansieht, wird man auch feststellen woher die Samaritermassen kamen, die seine Partei schließlich über die fundamentalen 5% wuchteten.
Der erste Faktor sind die Piraten, die eine erfreuliche "Neuerung" in unserer Parteienlandschaft darstellen. Mir selbst ist die Partei und ihr Potential seit gut 5 Jahren bekannt, aber nicht nur Politikern fehlt bekanntlich das feine Gespür für Veränderungen in der Gesellschaft. Da ist es nicht verwunderlich, dass es eine solche mediale Zerlegung des "Phänomens" gab. Das hatte für die Neulinge Vor- und Nachteile. Der Vorteil war ganz klar die Publicity, die sie zwischenzeitlich auf über 12% in der Wählergunst brachte. Dann setzte allgemeine Ernüchterung ein und einigen war es peinlich, dass ihre Meinungsäußerung als blankes Protestverhalten gezählt wurde und wechselten zur vertrauten, altliberalen Tante zurück. Ich möchte auch nicht ausschließen, dass es purer Protest war und sie glaubten ihrer Partei jetzt genug Angst gemacht zu haben - was auch immer der Zweck hinter so einer kurzfristigen Aktion sein mag.
Auf jeden Fall war das der erste Höhepunkt in der Entwicklung der Piraten. Es war abzusehen, dass sie sich vorerst nicht auf Augenhöhe mit den Grünen bewegen können würden. Das bedingt sich auch durch viel zu sehr breit getretene "Naziprobleme" die in allen Parteien (außer wahrscheinlich der Linken) vorhanden sind, aber nicht weiter auffallen und weil Wiederholtes irgendwann als wahr empfunden wird, griff auch die halbgare Argumentation um ein angeblich nicht vorhandes Programm.
Der zweite Faktor ist der liebste Koalitionspartner der FDP. Insbesondere ist hier der amtierende Umweltminister zu erwähnen, der kein Fettnäpfchen ausließ. Weder die Frage nach seinem Verbleib nach der Wahl, noch die unsägliche Idee, die NRW-Wahl könnte Modell für Europapolitik sein.
Ob wir es wollen oder nicht, offenbar besteht bei einigen Leuten der Wunsch der FDP eine weitere Chance zu geben und deswegen werden wir sie wohl noch eine Weile durchfüttern müssen. Die individuellen Gründe seien dahin gestellt.
Nichts desto trotz seid ihr natürlich alle eingeladen mir bei der nächsten Gelegenheit das Gegenteil zu beweisen, denn wenn diese Partei bei der nächsten Bundestagswahl die 5%-Hürde nicht nimmt, mache ich ein Fass auf. Wetteinsätze nehme ich bereits an.
- besen
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